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Die Beverage-Antenne

Wie aus der Abbildung hervorgeht, besteht die Beverage-Antenne aus einem mindestens 300 Meter langen Draht und einem sogenannten Erdabschlußwiderstand. Insbesondere der lange Antennendraht stellt schreckt anfangs viele DX-er davon ab, diese Antenne in der Praxis zu verwenden.

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Aufbau der Beverage-Antenne

Wie aus der Abbildung hervorgeht, besteht die Beverage-Antenne aus einem mindestens 300 Meter langen Draht und einem sogenannten Erdabschlußwiderstand. Insbesondere der lange Antennendraht schreckt anfangs viele DX-er davon ab, diese Antenne in der Praxis zu verwenden.


Tipps zum Aufbau

Der Antennendraht muß nicht in einigen Metern Höhe gespannt werden - das wäre bei der Länge auch kaum zu bewältigen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Antenne sogar noch gute Werte bringt, wenn man sie direkt auf den Boden legt. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass man eine isolierte Leitung wählt, da der nicht-isolierte Draht andernfalls bereits nach wenigen Metern seinen ersten Kurzschluss gegen Erde bekäme.

Suchen Sie sich einen große Wiese oder einen Feldweg aus und legen den Draht dort möglichst kurvenarm aus. Je gerader der Draht auf dem Boden liegt, desto selektiver verhält sich später die Antenne.

An das Ende des Antennendrahtes schließen Sie nun einen Erdabschlusswiderstand an und legen ihn gegen Erde. Der Widerstand ist notwendig und wichtig, damit die Antenne aus nur einer Richtung empfängt. Ohne den Widerstand würde sie aus beiden Längrichtungen Signale empfangen; die Richtwikung wäre somit stark eingeschränkt. Wichtig: Benutzen am Widerstand keine Verbindungen aus Lötzinn, da Zinn ein schlechter Leiter ist und die Antenne unter Umständen nicht richtig arbeiten würde. Man sollte die Verbindungen besser klemmen oder schrauben.


Hinweis

Besorgen Sie sich dazu zunächst den Widerstand von etwa 450 bis 550 Ω (Leistung egal, jedoch kein Drahtwiderstand), einen langen Hering (mind. 20 cm) aus dem Sport- oder Anglerbedarf, sowie eine Krokodilklemme und eine Lüsterklemme. Treiben Sie den Hering in die Erde und befestigen Sie ein Ende des Widerstandes mittels der Lüsterklemme mit dem Hering - man klemmt das eine Beinchen des Widerstandes also praktisch nur an den Hering an. Die Lüsterklemme kommt nun an das andere Bein des Widerstandes, um damit das Ende des Antennendrahtes zu verbinden.


Anschluss an den Empfänger

Die Beverage-Antenne kann direkt ohne Anpaßgerät an den hochohmigen Eingang des Empfängers angeschlossen werden. Es empfiehlt sich jedoch der Einsatz einer Vorselektion (pre-selection), da die Antenne sehr breitbandig ist und ggf. Signale von Ortssendern das zu hörende Nutzsignal überlagen können.


Ausrichtung der Beverage-Antenne (Peilung)

Da die Beverage-Antenne eine ausgeprägte Richtwirkung hat und nicht auf die Schnelle aufgebaut ist, sollte man sich vorher gut überlegen, wann man Stationen und aus welchen Erdteilen empfangen möchte. Da die Ausbreitungsbedingungen auf der Mittelwelle während der Dunkelheit aufgrund der sich abbauenden dämpfenden D-Schicht der Ionosphäre am besten sind, wird man eine solche Antenne erst gegen Einbruch der Dunkelheit aufbauen und nachts Radio hören. Das wichtigste und zugleich auch schwierigste ist jedoch die richtige Ausrichtung der Antenne in die gewünschte Empfangsrichtung. Dazu benötigt man entweder eine gute Landkarte, oder aber einen Kompass zur Bestimmung der Himmelsrichtung, sowie eine 'Welt-um-Empfangsort'-Karte. Im nachfolgenden Beispiel sehen wir eine 'Welt-um-Berlin'-Karte.

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Diese Spezialkarte zeigt in ihrem Mittelpunkt Berlin. Wie man erkennt, wirkt sie verzerrt; tatsächlich ist sie jedoch entzerrt. Würde man einen Globus zu einer flachen Scheibe aufklappen, bekäme man eine solche Karte. Sie zeigt die tatsächliche Himmelsrichtung vom Mittelpunkt aus (in dem Fall Berlin) in die entsprechende Empfangsrichtung. 0° steht oben am Zenit der Karte - dort ist Norden. Bei 90° finden wir Osten, Süden entspricht 180° und bei Westen lesen wir 270° ab.

Nehmen wir als Beispiel Mittelamerika als Empfangsgebiet, so lesen wir 285° ab - die roten Linien dienen in diesem Beispiel der Orientierung. Die Antenne müsste also in Richtung West-Nord-West ausgerichtet werden. Ein weiteres Beispiel: Grönlang, Kanada und Alaska: Ich habe vom Mittwlpunkt (Empfangsort) eine Linien über das Zielgebiet gezogen und lese am Rand der Karte knapp 330° ab, also Ausrichtung Nord-West. Johannesburg finden wir bei 170° wieder und Sibirien bei 30°. Aus welcher Richtung kommt ein Signal aus Chile? Ziehen Sie in Gedanken eine Linie vom Mittelpunkt über Chile hinweg zum Rand der Karte, und lesen Sie ab: Es werden rund 250° sein.

Mittels einer Landkarte und/oder Kompaß bestimmt man in der Praxis zunächst die Himmelsrichtung Norden. Anschließend nimmt man sich eine Welt-um-Europa-Karte zur Hand und bestimmt die Himmelsrichtung, aus der empfangen werden soll. In diese Richtung wird nun die Beverage-Antenne ausgelegt.

Ich selbst betreibe die Beverage-Antenne auf Fielddays an einem batteriebetriebenen Grundig Satellit-500 und habe damit meist auf Anhieb zahlreiche Stationen aus den USA und Mittelamerika auf den geraden amerikanischen 'Zwischenfrequenzen', die nicht innerhalb unseres 9-kHz-Rasters liegen, aufgenommen.

Download: hochaufgelöste Karte 'Welt-um-Europa' [Welt-um-Europa.zip 44kB]

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